Eine „neue“ psychoaktive Pflanze: die Ochidee Dendrobium nobile

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Dieses Exemplar einer Dendrobium nobile diente mir 2004 als Forschungsobjekt.

Es ist schon interessant, wie der (vermeintliche?) Zufall immer wieder die Gegebenheiten miteinander verknüpft. So schließt sich für mich heute ein Kreis, der vor zehn Jahren eröffnet wurde. Damals entdeckte ich im Rahmen von ethnobotanischen Forschungsarbeiten mehr oder weniger „zufällig“ die Psychoaktivität einer Orchideenart, die bis dahin als psychoaktive Pflanze gänzlich unbekannt gewesen war. Dendrobium nobile galt der Chinesischen Ethnomedizin zwar schon lange als Heilpflanze, aber dass diese wunderschöne Orchidee geraucht und oral appliziert (also gegessen) geistbewegende Zustände zu erzeugen vermag, das wusste kein Mensch.
Ich schrieb und publizierte nach meiner Entdeckung einen Artikel des Namens „Dendrobium nobile – Eine neue psychoaktive Pflanze“, der Anfang der 2000er zuerst in der Zeitschrift Entheogene Blätter und anschließend in einigen deutschsprachigen Hanfmagazinen erschien. Auf dem inzwischen stillgelegten Internetportal Psychotropicon ist der Artikel ebenfalls seit 2011 mit meinem Einverständnis publiziert und auf http://www.psychotropicon.info/dendrobium-nobile einsehbar.
Jetzt entdeckte ich, wieder scheinbar zufällig, im Internet ein Forum, in dem es sich um Salvia divinorum, aber auch um andere Psychoaktiva dreht. Dort existiert ein eigener Thread zu meinem Artikel und Denrobium nobile, und ich habe einige Zitate herausgesammelt (und nicht weiter redigiert), die als Erfahrungsberichte taugen. Schauen wir uns nun zunächst meinen Artikel von 2004 und anschließend die Zitate des Dendrobium-nobile-Threads an.

Hier mein Artikel von 2004:

Dendrobium nobile – Eine neue psychoaktive Pflanze

Markus Berger

Die Gattung Dendrobium aus der Familie der Orchidaceae (Orchideengewächse) beinhaltet etwa 1500 Arten. Ihre Heimat ist Asien und Australien, wo sie epiphytisch auf anderen Pflanzen wachsen. Innerhalb des Rahmens dieses Artikels interessiert uns die Spezies Dendrobium nobile und deren nächsten Verwandte. Die Arten dürfen allerdings nicht mit der Dendrobium-Rasse der Phalaenopseen verwechselt werden. Synonyme für Dendrobium nobile LINDL. sind Dendrobium lindleyanum GRIFF. und Dendrobium coerulescens WALL., chinesische Trivialbezeichnungen sind Chin Hu, Huang Ts’Ao, Kan Mu Hu, Koki-Sekkoku, Mu Hu und Shih Hu (bzw. Shihu)

Dendrobium nobile
Originalpflanze, an der ich 2004 vermittels Bioassay die Psychoaktivität dieser Orchideenart feststellte und dokumentierte.

Dendrobium nobile

Die ganze Pflanze enthält Terpenalkaloide und andere Komponenten, als dies wären 4-Hydroxydendroxin, 6-Hydroxydendrobin, 6-Hydroxydendroxin, 6-Oxydendrobin, 6-Oxydendroxin, Arsen, beta-Sitosterol, beta-Sitosterol-beta-d-Glucosid, Calcium, Kupfer, Denbinobin, Dendramin, Dendrin, Dendrobin, Dendrobin-N-Oxid, Dendroxin, Eisen, Magnesium, Mangan, N-Isopentenyl-6-Hydroxydendroxinium-Chlorid, N-Isopentenyldendrobium-Bromid, N-Isopentenyldendroxin, N-Isopentenyldendroxinium-Chlorid, Nobilin, Nobilomethylen, Nobilonin, Pottasche, Sodium und Zink (DUKE 1992). Mit Nobilin enthält Dendrobium nobile das erste Alkaloid, das jemals aus einer Orchidee extrahiert wurde. Es wurde 1932 von japanischen Wissenschaftlern entdeckt. Dendrobium nobile spielte eine gewichtige Rolle in der Alkaloiderforschung der Orchideen.

Dendrobium nobile ist eine der wenigen Orchideen, die reich an Alkaloiden ist und in der traditionellen chinesischen Medizin verwendet wird. Die Spezies wird als Medizinalpflanze in China kultiviert. Die Droge, Herba Dendrobii, wird seit Jahrhunderten von taoistischen Priestern und der „chinesischen Elite“ als Aufgussgetränk Chin Shih Hu genossen, zum Teil auch täglich. Dafür wird sowohl die gesamte Pflanze, als auch getrocknetes Stengelmaterial verwendet (Einzeldosis 6 bis 15 Gramm). Dendrobium nobile wird als Tonikum, Antiphlogistikum (entzündungshemmendes Pharmakon), Hustenmittel, speichelflusshemmendes Mittel (unter anderem innerhalb der Krebsheilkunde), Magen- und Fiebermittel verwendet, außerdem regt es den Appetit an. Gefahren und Nebenwirkungen sind dabei nicht bekannt. Die verwandten Arten Dendrobium monielforme KRANZL., Dendrobium loddigesii ROLFE., Dendrobium candidum WALL. ex LINDL., Dendrobium chrysanthum WALL.,Dendrobium officinale KIMURA et MIGO und Dendrobium fimbriatum HOOK. var. oculatum HOOK. werden ebenfalls in der chinesischen Ethnomedizin genutzt.

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Getrocknete Blütenblätter der Originalpflanze von 2004.

Die psychoaktive Dendrobium nobile

Getrocknete Blütenblätter und Blätter der Dendrobium nobile können geraucht werden. Dies ist ein Umstand, welchen ich mehr oder weniger durch Zufall entdeckte. Eine herabgefallene und bereits trockene Blüte veranlasste mich, diese aus bloßem Interesse in eine (bislang ungebrauchte) Pfeife zu stecken.

Die Blüten haben einen leichten und doch charakteristischen Geschmack nach Orangenschale – man könnte einen Nexus zur Signatur (in diesem Falle zu den orangefarbenen Blütenblättern) vermuten.

Innerhalb von fünfzehn Minuten prägt sich ein Rauschzustand aus, der dem von gerauchtem Hanf sehr ähnlich ist. Ich muss dazusagen, dass die diversen, als Cannabis-Substitut angepriesenen Pflanzen – z.B. Leonotis leonurus (Löwenohr), Nymphaea (Seerose) und andere –, mich niemals hatten überzeugen können. Die Wahrnehmung der Außenwelt und der eigene Geisteszustand werden signifikant verändert (so fällt es mitunter schwer, Gegenstände, welche sich direkt vor dem Auge des Berauschten befinden, zu orten), die Mundschleimhäute werden trocken und es tritt ein Zustand von außergewöhnlich starker Berauschtheit mit anschließender körperlicher Schwerheit und, je nach Dosierung, leichter bis heftiger Müdigkeit ein. Der Kopf neigt dazu, vornüber mit dem Kinn auf die Brust zu fallen und die Augen erleben einen verklärten Träumerblick, also ein eher unscharfes Sehen. Außerdem begleitet die Dendrobium-Wirkung ein immenses Hungergefühl, was einerseits ebenfalls hanftypisch ist, andererseits auch schon lange innerhalb der TCM genutzt wird (allerdings nicht in gerauchter Form). Auch optisch ist ein Dendrobium-Berauschter typisch gekennzeichnet. In manchen Phasen sieht der Konsument aus, als hätte er eine Dosis Hanf genossen (kleine und etwas rötliche Augen), manchmal aber auch, als hätte er Amphetamin im Körper (große Augen und Pupillen). Wüssten wir es nicht besser, würde ich vermuten und behaupten, dass die Pflanze Cannabinoide und sympathikomimetische Verbindungen oder Analoga enthält. Über die psychotropen Wirkungen der Dendrobium nobile ist bislang nichts bekannt und publiziert.

Weitere Untersuchungen werden folgen.

Literatur

Chen, S.; Li, Y.; Wu, Y.; Zhou, Z.; Sun, L. (1995), Effect of Dendrobium nobile Lindl. on gastric acid secretion, serum gastrin and plasma somatostatin concentration, Zhongguo Zhong Yao Za Zhi. 20(3): 181-121.

Chittendon, F. (1951), RHS Dictionary of Plants plus Supplement, Oxford University Press

Duke, James A. (1992), Handbook of phytochemical constituents of Gras herbs and other economic plants, Boca Raton FL: CRC Press

Hiller, Karl; Melzig, Matthias F. (2003), Lexikon der Arzneipflanzen und Drogen, Berlin/Heidelberg: Spektrum Akademischer Verlag

Hu, Shui-Ying (1970), Dendrobium in Chinese Medicine, Economic Botany 24: 165-174.

Huxley. A. (1992), The New RHS Dictionary of Gardening, MacMillan Press

Shu, Y.; Zhang, D.M.; Guo, S.X. (2004), A new sesquiterpene glycoside from Dendrobium nobile Lindl., Journal of Asian Natural Products Research 6(4): 311-314.

Stuart, G. A. (o.J.), Chinese Materia Medica. Taipei. Southern Materials Centre

Ye, Q.H.; Zhao, W.M.; Qin, G.W. (2003), New fluorenone and phenanthrene derivatives from Dendrobium chrysanthum, Natural Product Research 17(3): 201-205.

Zhao, W.; Ye, Q.; Tan, X.; Jiang, H.; Li, X.; Chen, K.; Kinghorn, A.D. (2001), Three new sesquiterpene glycosides from Dendrobium nobile with immunomodulatory Activity, Journal of Natural Products 64(9): 1196-200.

Internet:

http://www.qualitychineseherbs.com/herbal_ingredients/dendrobium.htm (Link leider nicht mehr aktuell)


Weiter geht’s mit den Zitaten, die alle von http://www.salvia-community.net/Dendrobium_Nobile-t14557-s90.html stammen:

„hab vor einigen Wochen den Artikel zu Dendrobium nobile auf Psychotropicon gelesen;
als begeisterter Hobbygärtner (Richtung Ethnobotanik und andere Nutzpflanzen) bin ich mal ins Gewächshaus gegangen und hab alles an vorhandenen Orchideen durchfortstet.
Und siehe da – drei Dendrobium nobile.
Gerstern habe ich mal ein paar (6) halb welke Blätter (noch nicht einmal Blüten!) abgezupft und bis gerade eben auf nem Heizkabel bei ca. 30°C getrocknet.
Drei Stück davon hab ich eben mit einer „Gewürzmühle“ ordentlich zerkleinert und pur durch die gute Blumenvase geschnorchelt. Ergab ziemlich genau 2 Köpfe.
Beide sind jetzt weg (seit ca. 20min).
Und ich bin wirklich hell begeistert. Bisher hat nichts auch nur im Ansatz so angeschlagen (im Bezug auf allerhand weitere, als „cannabisähnlich“ angepriesene Kräuter.
Die Wirkung finde ich wirklich vergleichbar.
Ich habe ein schweres, leicht drückendes Gefühl im Gesicht und vor allem um die Augen und fühle mich dazu ziemlich beschwingt und leicht unternehmungslustig (und das ist nicht „normal“ – Ich komme gerade von der Arbeit^^).
Also eher wie ein HIGH, nicht wie ein STONED- bis auf das Gesichtsgefühl^^
In naher Zukunft wirds noch mehr Tests geben, wozu ich auch mehr und ausführlicher schreiben werde.“


„Diese eine Person die von der Orchideenwirkung berichtet ist Markus Berger. Einer der bekanntesten deutschen Autoren die sich mit ethnobotanischen Gewächsen beschäftigen und Autor mehrerer dementsprechender Bücher. Er wird schon nichts über eine Placebowirkung berichten.“


„Sehr interessant!!
Ich finde es interessant und auch beruhigend, dass selbst im 21. Jahrhundert, noch immer wieder neue psychoaktive Pflanzen entdeckt werden.“


„… wobei ich zur Dendrobium sagen muss, dass sie von mir auf jeden Fall in die Liste der Substanzen aufgenommen wird, die „schön“ wirksam sind und „bei Bedarf“ aus dem Schrank geholt werden können.“


„so hab 2 blüten getrocknet und geraucht(vor 5-10min)….wirkung is definitiv vorhanden!!!!

hatte den drang musik zu hören und höre grad acid for nothing…insgesamt is es eine für mich schwer einzuordnende wahrnehmungsveränderung …allerdings nicht zu stark …. also stärker als ein blauer lotus halb placebo effekt aber auch kein cannabis high….
werde mal mehr nehemen wenn ich die zeit hab“


„Vor kurzem habe ich Dendrobium nobile oral probiert.
Ich fing mit einer ganz niedrigen Dosierung an, da Cannabinoide oral erfahrungsgemäß schwer einzuschätzen sind.
Ich nahm 0.3g getrocknetes Blütenmaterial, kaute es gut und spülte es mit Wasser runter.

Nach ca. 15 Minuten stellte sich ein Effekt ein, der Cannabis wirklich sehr ähnlich ist, sogar der Puls wurde nun etwas kräftiger, kräftiger als beim Rauchen.
Insgesamt hat es oral wohl auch eine deutlich ausgeprägte stimulierende Wirkung. Das Körpergefühl war vergleichbar mit DMAA, das Kopfgefühl mit Cannabis. Der Effekt war aber nach 45 Minunten wieder weg, da die Dosierung sehr niedrig war.“


„Neulich habe ich die Kombination aus Opium + Dendrobium nobile oral probiert.
Nicht schlecht muss ich sagen!
Wenn ich auf Opiate bin, dann lege ich zum Nodden gerne einen Booster nach, der einem wachhält, sodass man die Euphorie nicht verschläft. Gleichzeitig habe ich mal festgestellt, dass manche Upper die Eigenschaft haben, auch die Opiateuphorie selber enorm zu boosten. Da Dendrobium nobile oral auch einen gewissen Amphetamincharakter hat, kam mir die Kombination gerade recht.
Ich machte mir eine Mohnplörre aus 25 Kapseln und als der Inital-Peak abflachte und die Noddingphase losging, nahm ich Dendrobium Nobile oral.

Es war zwar nicht ganz so gut wie andere Booster die ich schon zum Nodden genommen habe, aber auf alle Fälle brauchbar. Das ist etwas, was ich definitiv wiederholen werde. Der Amphetamincharakter hält einem wach und der Cannabinoidcharakter harmoniert sehr gut mit dem extatischen (Wach)Traumphase, vor allem in der 2. Phase eines Opiattrips.“


„Zur Pflege: Orchideenerde, kühle Winterruhe, wenn möglich hohe Luftfeuchtigkeit. Dünger lässt sich gut über das Wasser oder per Blattdüngung verabreichen.

Bei der Dosierung solltest du dich vorsichtig rantasten. Wir wissen praktisch nichts, über die Wirkstoffkonzentration in den verschiedenen Pflanzenteilen, wie stark diese variieren und ob verschiedene Sorten unterschiedliche Wirkstoffprofile haben.
Die Pflanze ist auf jeden Fall sehr potent! Ich würde für den Anfang empfehlen nicht mehr als 100mg trocken zu nehmen. Du kannst natürlich auch die frische Menge abwiegen, wenn du keine genaue Waage hast. 100mg trocken sind ~1g frisch (10x)“


„Die einzige Orchidee die ich habe ist eine D. nobile. Was für ein Zufall! Ich habe mal ein Bioassay gestartet und von den letzten beiden vertrockneten Blüten an der Pflanze eine Halbe in einer Pfeife geraucht. Nach 5 Minuten ist wirklich eine ziemlich starke, cannabisähnliche Wirkung zu spüren. Ich glaube, es beeinträchtigt aber nicht so stark das Kurzzeitgedächtnis. Aber wirklich verblüffend! So ein starker Effekt von einer stinknormalen Baumarktorchideenart! Der Rauch ist wirklich ziemlich dick und beißend. Da lässst sich immer nur eine kleine Menge einatmen. Morgen wird mal ausprobiert, ob sich das ganze auch vaporisieren lässt.

Wenn ich mal Platz dafür hab, muss ich mir glaube ich mal ein größeres Orchideenhabitat basteln“


„Vaporisieren funktioniert auch. Ich habe bei 180°C verdampft und von der anderen halben Blüte einen ähnlich starken Effekt wie gestern. Kann gut sein, dass da auch noch mehr möglich ist.
Es ist sowohl das „high“ als auch das „stoned“ Gefühl von Gras in einer bestimmten Weise vorhanden. Aktiv sein ist möglich, auch kognitiv anspruchsvollere Sachen. Allerdings scheint die Wirkung nicht so stark psychedelisch eingefärbt zu sein, wie es bei gutem Gras in ausreichender Dosierung sein kann. Gedankengänge sind nicht übermäßig vom normalen Muster entfernt. Es hat leider wenig von dem kreativen Impuls, den ich an Cannabis schätze. Insgesamt scheint die Wirkung mehr in den Körper zu gehen, als in den Kopf.

Ich spüre teilweise leichte, ungewöhnlichen Muskelkontraktionen, vor allem bei der Muskulatur von Brustkorb und Bauch. Dosissteigerungen würde ich deshalb glaube ich erstmal vorsichtig angehen.“


„Vorhin habe ich Dendrobium Nobile probiert.
Ich hab 0.5g getrocknete Blüten auf 2 Bongköpfe aufgeteilt und tief und zügig hintereinander geraucht.
Mein erster Eindruck: Positiv überrascht!
Der Wirkstoff hat ohne Zweifel eine Affinität zu den Cannabinoidrezeptoren, da gibt es keinen Zweifel, und zwar wesentlich stärker als die anderen Kräuter die bislang als Cannabis-Alternative angeboten wurden.
Mit den starken synthetischen Cannabinoiden kann es zwar nicht mithalten, aber es erzeugt ohne Zweifel Wirkungen die ich eindeutig Cannabinoiden zuordne, nämlich: Leichtes Gedankenrasen, Zeitlupengefühl, leichtes Schwergefühl, leichte CEVs, was mir fehlt ist der Fressflash, der tritt allerdings auch nicht bei allen synthetischen Cannabinoiden ein. (…) Auch insgesamt ist das High anders als bei THC, aber doch eindeutig cannabinoidtypisch.
In Summe würde ich sagen es wirkt wie eine leicht bis mäßig starke Räuchermischung, am ehesten so wie Scope-Vanilla, dass war mein erster Eindruck. Von der Mischung muss man auch eher mehr und pur rauchen und zeigt im Gegensatz zu den starken Psychobomben wie Smoke, Jamaica Gold und Bonzai eine eher milde Wirkung, aber es ist zweifelsfrei eine cannabinoidtypische Wirkung.
Für den ersten Test bin ich positiv überrascht, würde ich eine pflanzliche Räuchermischung herstellen, würde ich das auf alle Fälle mal als Basis nehmen, jedoch muss es noch weiter optimiert werden damit es wirklich brauchbar wird. Ich möchte noch deutlich mehr Sativa-Anteil.
Was mir auch noch fehlt ist der „Bodyload“ und die Wirkung ist etwas kurz, nach einer Stunde war ich wieder „normal“.
Den Bodyload könnte man am besten noch dazu simulieren, indem man Tabak hinzu gibt, da ich kein Tabakraucher bin, erzeugt Tabak bei mir diesen ziehenden Flash in die Beine hinunter, der einigen Cannabinoiden gar nicht mal so unähnlich ist.
Weiters gehört noch etwas Bilsenkraut hinzu, denn mit Bilsenkraut+Cannabis/Cannabinoide habe ich schon sehr gute psychedelische Erfahrungen gemacht.
Man muss es auf jeden Fall in der Bong rauchen und den Rauch lange und tief drinnen lassen und den maximalen Peak zu erzielen, aber fürs erste ist es echt nicht so schlecht.
Wenn starke Cannabinoide, wie JWH-110 auf der Skala bei 10 liegen, dann ist starkes Sativa-Gras bei 8, die altbekannten Kräuter bei 2, und Dendrobium nobile bei 4.
Ich werde auf jeden Fall weitere Forschungen an dieser Pflanze durchführen!
Es gehören auf alle Fälle noch ein paar Booster dazu, aber es ist ausbaufähig.“


„… am Donnerstag habe ich die Kombination Dendrobium nobile + Nikotin getestet. Nicht schlecht. Wie zu erwarten setzte zusätzlich der gewünschte Bodyload ein. Zwar kommt es noch nicht an die potenten Cannabinoide ran, aber es war schon ganz cannabinoidtypisch alles spürbar.
Es ist noch nicht ausgereift, aber wir kommen einer verbotssicheren Räuchermischung schon näher.
(…)
Cannabinoide + 10-15 Bilsenkrautsamen gibt einen dämonisch-mystischen Gedankenflash“


„Eine halbe Blüte war bei mir schon eine gute Dosis. 180mg getrockneter Stengel eigentlich schon zuviel“


„Soweit ich es bisher einschätzen kann, ist Dendrobium nobile halbwegs verträglich. Körperliche Nebenwirkungen spürte ich keine.“


„Vom Stengelmaterial (der dicke Blattstengel, nicht der Blütenstiel) würde ich sagen, dass 100mg trocken eine gute Wirkung haben. Blüten habe ich noch nicht ausgewogen (ein halbe ist schon sehr potent) und Blätter noch nicht ausprobiert.

Ich halte diese Pflanze beim momentanen Wissensstand für sehr Vielverpsrechend, aber schwer einschätzbar. Wir wissen nicht mal, was an Wirkungen und Nebenwirkungen möglich ist, geschweige denn welche Substanz für die Wirkung verantwortlich ist, auf welches Neurotransmittersystem dieser wirkt, nichtmal mit welcher Substanzklasse wir es wirklich zu tun haben!“


„Zumindest kann man sagen das Dendrobium anscheinend in allen Pflanzenteilen psychoaktiv ist. Wenn Blüten und Stängel es sind kann man unterstellen das es die Blätter ebenfalls sind. Und 100mg ist ja schon mal ein Anhaltspunkt.“


„Ich glaube ich habe eine Pflanze vom gleichen Kultivar DN auf jeden Fall und wenns die gleiche Genetik wie bei mir ist hoch potent!“


„Ich denke mal das du beim erstem Mal DN in kontrollierter Umgebung nehmen solltest. das heißt zu Hause und mit einem Freund, der auf dich acht gibt. Dann weißt du wie das Zeug wirkt und ob du in der Lage wärst damit zu feiern.“


„Ich hab damals 0.5g in der Bong geraucht und einen deutlichen Effekt gemerkt.“


„Die D.N Mischung ist sanft, weich anflutend aber dennoch deutlich cannabinoidähnlich.“


„Ich kann berichten, dass der Spross seeehr potent ist. Es würde mich wundern, wenn die Blätter nicht wirksam wären.“


„Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass die Blätter auf jeden fall wirksam sind.
Wenn ich eines nehme, und pur in der Pfeife verbrenne, bin ich ausreichend bedient.“


„Ja Blätter sind definitiv auch potent.
Ich habe auch schon beides getestet, Blätter und Blüten.
Die Potenz ist in etwa die gleiche.“


„Den Namen des Wirkstoffes weis ich selber bis heute auch noch nicht.
Aber was ich definitv sagen kann ist, dass es an den Cannabinoidrezeptoren wirkt, dass kann ich nach meinen Selbstversuchen ganz klar sagen.

Die Wirkung ist genau dieselbe wie man sie von Cannabis und Räuchermischungen kennt, nur deutlich milder.

Eine 100%ige Garantie, wie der einzelne auf neuartige Substanzen reagiert, kann man natürlich nicht geben, im Gegensatz zum Hanf kennt man diese neuen Substanzen einfach nicht lange genug. Aber was ich bisher von subjektiven Erfahrungen am eigenen Leib sagen kann ist, dass ich nicht den Eindruck habe, dass Dendrobium nobile oder auch andere Cannabinoide extrem toxisch wären.“


„… in einigen Sorten der aktuellen Happy Caps ist ein D.N Extrakt enthalten.
Zum Beispiel in den weissen Party-E.“


So weit zu den Zitaten, die ja auch zeigen, dass Dendrobium nobile mittlerweile sogar in niederländischen Smart-Shop-Produkten eingesetzt wird. Eine erstaunliche Entwicklung.
Ebenso erstaunlich, wie scheinbar „zufällig“ mich meine Frau vor Kurzem anlächelte und sagte: „Schatz, ich habe eben eine echt schöne Orchidee gekauft. An der konnte ich nicht vorbeigehen.“ Jetzt kann man sich denken, was für eine Orchidaceae das war: genau, eine wundervolle Dendrobium nobile. Zufälle gibt’s.

9 Gedanken zu „Eine „neue“ psychoaktive Pflanze: die Ochidee Dendrobium nobile

  1. Hallo Markus,

    mal ganz davon abgesehen, dass mich das Thema rund um diese psychoaktive Orchideenart natürlich unheimlich interessiert und ich wirklich dankbar über diesen neuen Input bin, muss ich wirklich mal loswerden, dass dein Blog einfach der Hammer ist! Aber nicht nur hier, sondern auch ganz allgemein, finde ich all deine Artikel in den verschiedensten Medien rund ums Thema Psychonautik, immer sehr lesenswert und vorallem gut geschrieben. Von deiner Kamre und Livepräsenz mal ganz zu schweigen. Gott (oder wer immer da rumhängt) scheint dir da wirklich was in die Wiege gelegt zu haben 😉

    Ich bin selber Moderator bei eve-rave und schon seit knapp 6 Jahren in fast allen grösseren Drogenforen unterwegs, treuer Fan der DEA, der Nachtschatten-Television und adneren Video-Channels und engagiere bzw. infomiere mich auch im Reallife auf diesem Gebiet (Partypräsenzen mit eve-eve, besuchen von Fachkonkressen, z.B. Entheo-Vision etc.)

    Gerade deswegen finde ich es bemerkenswert, dass du es trotz alledem immer wieder schaffst, mich mit neuen Infos zu überraschen, die mir gewissermassen auch zeigen, dass man auf dem weiten Feld der Psychonautik nie ausgelernt hat.

    Bitte mach weiter so Markus.

  2. Hallo,

    interessanter Artikel, aber das Bild ist kein Den. nobile sondern die Hybride Stardust.
    Gekreuzt aus
    D. Stardust = D. unicum x D. Ukon
    D. Ukon = D. moniliforme x D. Thwaitesiae
    D. Thwaitesiae = D. Ainsworthii x D. Wiganiae
    D. Wiganiae = D. nobile x D. signatum
    D. Ainsworthii = D. heterocarpum x D. nobile

    Es steckt also nur wenig nobile mit drin. Schade habe meine welken unicum Blüten einfach entsorgt.
    Übrigens kann man aus einigen gelbblühenden einen Tee zubereiten. Den. chrysotoxum, denneanum, trigonopus.
    Natureproducts in Yunnan-China vertreibt sowas.

  3. Hallo,
    habe o.a mit Interesse gelesen. Ich bin zwar nicht gerne im Rausch (außer ab und an ein Bier zu viel), könne aber jedem seinen Spaß.
    Warum melde ich mich hier also zu Wort?
    Ich bin Orchideenzüchter(nicht einfach nur Kultivateur) und bekomme immer mehr Anfragen nach reiner Dendrobium nobile. Jetzt weiß ich auch warum…
    Wie Florian schon schrieb, sind nicht nur die oben abgebildeten Blüten von einer Dendr, nobile Hybride(in diesem Fall nicht „Star Dust“ sondern „Firebird“), sondern alle im Handel befindlichen Pflanzen haben nur kleine Anteile nobile in sich.
    Falls ihr auf den Trichter kommt, diese in Asien(wie Florian schrieb) zu bestellen, solltet ihr wissen das es auch dort kaum echte nobile gibt. Ausserdem kann ich wirklich nicht empfehlen irgendetwas was aus Asiatischen Gewächshäusern kommt ohne Handschuhe anzupacken geschweige denn zu rauchen oder anders zu sich zu nehmen. Vor allem in China und Taiwan, wo die Kulturen hauptsächlich stehen, wird mit Hammermitteln in für uns unglaublichen Konzentrationen Pflanzenschutz betrieben. Diese Mittel sind bei uns aus gutem Grund verboten. Außerdem werden dort Antibiotika in rauen Mengen verwendet.
    Also bitte um eurer Gesundheit Willen, kauft euch welche von den in Deutschland in allen Läden erhältlichen Hybriden und lasst diese mindestens noch ein halbes Jahr bei euch stehen, bevor ihr etwas davon konsumiert. Die Pflanzen kommen fast ausschließlich aus drei Niederländischen Betrieben, welche allein schon wegen der inzwischen überall durchgeführten Kontrollen weitestgehend ungiftigen/weniger giftigen Pflanzenschutz betreiben. Trotzdem sollte man noch entsprechend warten bis sich evtl. eingesetzte Mittel abgebaut haben. Schließlich wurde deren Zulassung nicht für den Verzehr durch inhalieren vergeben. Vor der Verwendung sollte auch die Oberfläche gründlich gewaschen werden um evtl. gegen Schnecken ausgebrachte Pflanzenschutzmittel Rückstände zu entfernen.

    Also viel Spaß wünsch ich euch weiterhin und wenn ich mal echte Bio Dendrobium nobile im Verkauf habe, lass ich davon hören.

  4. Noch ein Zusatz von meiner Seite, damit es 100% richtig ist. Die oben abgebildete Dendrobium heißt ganz korrekt: Dendrobium Stardust `Firebird`. Ist also somit eine Selektion aus dem Sämling Stardust. Der Stammbaum den Florian dort aufgelistet hat ist richtig laut RHS. Allerdings darf man diesen offiziellen Angaben nie völlig vertrauen. Es gibt mehr als genug Züchter, die bei der Anmeldung schummeln um die tatsächlichen Eltern zu verschleiern. Damit macht man es Nachfolgern bewusst schwerer. Aber die Richtung stimmt auf alle Fälle.
    Viele Grüße, Marko.

  5. ..baumärkte und andere quellen die nicht wirklich orchideen-fachhändler sind verkaufen alle möglichen hybriden unter „sammelnamen“ die mit der realität nur am rande zu tun haben..

    z.b. „dendrobium nobile“, „cambria“, usw. – da stimmt bestenfalls die grobe verwandtschaft. die obigen (korrigierten) angaben zur orangeroten originalpflanze belegen das ja schon 😉

  6. Hallo und zwar hab ich mir auch eine dendrobium nobile zugelegt und muss sagen, mit löwenohr passt die wirkung recht gut!
    jetzt würde ich nur gerne wissen ob unsere Drogentests auf die orchidee alarm schlagen… bitte um Antwort und vorallem weiter so lieber Herr Berger!

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