Das Ende einer visionären Reise

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Ein Nachruf

„Mit dem Tode ist es vorbei, so glaube ich zumindest.
Man kann sich ja in diesem Bereich nicht sicher sein.“

HR Giger in: Lucy’s, Frühjahr 2014, Seite 23

Der Schweizer Künstler HR Giger verstarb am Montag, den 12. Mai 2014, im Alter von 74 Jahren in einem Züricher Spital an den Folgen eines Sturzes. Damit geht der Welt ein kreativer Kopf verloren, und die der zeitgenössischen Kunst und Kultur hinterlassene Lücke kann durch niemanden geschlossen werden.
HR Giger, geboren als Hans Rudolf Giger am 5. Februar 1940 in Chur, formte nicht nur Leib und Ausdruck der legendären Hollywood-Aliens. Diese verhalfen dem exzentrischen Künstler zwar zu Weltruhm, es war aber vor allem seine ambivalente Ader, die HR Giger als Künstler beim Publikum so unfassbar beliebt machte. Diese durch und durch ambivalente Ader, die gerne das Schöne mit dem Schrecklichen kombiniert, und auch dem schlimmsten Alptraum einen ästhetischen Glanz aufpoliert.

Das Buch, das wir verlegen durften, ist eigentlich ein Buch über HR Giger, eines der wenigen, die den Menschen hinter diesen Bildern zeigt. Und zwar auf eine Art und Weise, die den wenigsten bekannt war. Für HR wie auch für seine Frau Carmen war es ein grosses Geschenk, dass dieses Buch, geschrieben von Stan Grof, endlich erschien.
Es ist das Werk Hansruedi Gigers, das der Menschheit erhalten bleibt. Es ist ein Werk, das schon zu des Künstlers Lebzeiten längst Unsterblichkeit erlangen konnte. Ein Werk, das Gigers Geist und Genialität bewahren wird. Als Verleger eines seiner letzten Bücher bin ich in der letzten Zeit öfter bei Gigers zuhause gewesen. Die Besuche in dem musealen Heim in Zürich-Oerlikon waren besonders: hier die furchterregenden Bilder, viele Originale, da Hansruedi, mit liebevollem Blick, das Gegenteil, was seine Bilder darstellen. Ein Mensch, der keiner Mücke etwas hätte antun können.
Der letzte Besuch bei Gigers war denn auch bei der Übergabe dieses grossartigen Werkes Ende März. Die Freude an diesem Buch war gross, sehr gross. Schön, dass HR dies noch erleben durfte – dass dieser Wunsch in Erfüllung ging. Geplant war ein Besuch zwei Tage vor seinem Tod – leider kam es nicht dazu … es ist in letzter Zeit zuviel passiert bei Gigers: innert sechs Wochen sind gleich zwei seiner engsten Freunde gestorben – nun ist HR auch bei ihnen angekommen … Wir vermissen Dich!

Roger Liggenstorfer und Nachtschatten Verlag, zum 12. Mai 2014

Das letzte Giger-Interview im Lucy’s-Magazin online lesen: http://issuu.com/nachtschatten/

Nachtschatten-Link zu Giger-Produkten: www.nachtschatten.ch/giger

Für echte Fans: der brandneue Giger-Absinthe in zwei Ausführungen: www.absinthe-hrgiger.com

Ein Gedanke zu „Das Ende einer visionären Reise

  1. „Das schönste Denkmal, das ein Mensch bekommen kann, steht in den Herzen seiner Mitmenschen.“ – Albert Schweitzer

    R.I.P.

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